Je regelmäßiger das Herz schlägt, desto gesünder ist der Mensch.

Richtig? Falsch!

Auch, wenn es uns zunächst unlogisch erscheint: Unregelmäßige Abstände zwischen den einzelnen Herzschlägen sind ein Zeichen für körperliche und seelische Gesundheit, weil sich unser Herz variabel auf äußere Umstände anpassen kann.

Diese Anpassungsqualität des Herzens kann man messen! Dies ist unsere Herzratenvariabilität oder auch Herzfrequenzvariabilität genannt (HRV).
Mehr zu dieser Qualität des Herzens unter diesem Artikel. Hier will ich teilen, wie du deine HRV verbessern kannst.

Ein Teil unserer Gesundheit ist gekennzeichnet von einer hohen HRV. Dagegen deutet ein sehr gleichmäßiger Herzrhythmus, d.h. eine niedrige HRV auf Stress und Krankheiten hin.
Interessant: Kurz vor dem Tod wir die Herzfrequenz sehr gleichmäßig.

Die Herzfrequenzvariabilität beschreibt die Veränderung der zeitlichen Abstände zwischen zwei Herzschlägen. Diese Abstände sind winzig – um genau zu sein werden sie in Millisekunden (also in Tausendstel Sekunden) gemessen. So kann eine Pause zwischen zwei Schlägen mal 0,83 und im nächsten 0,95 Millisekunden betragen.

Die HRV kann sehr präzise mit einem Elektrokardiogramm (EKG) gemessen werden. Mittlerweile messen auch smartwatches oder der Oura Ring deine HRV.

Wenn du mit Ausdauertraining anfängst, wirst du merken wie deine HRV nach oben klettert. Dies kann sehr motivierend sein, da eine hohe HRV auf eine gute Gesundheit deutet.

Gesunde Verhaltensweisen wie Bewegung, Flüssigkeitszufuhr und richtige Ernährung, der Verzicht auf Alkohol und eine gute Schlafqualität, wirken sich alle positiv auf deine Herzfrequenzvariabilität aus. Nachfolgend gehen ich näher auf jeden dieser Punkte ein und beschreibe verschiedene andere Möglichkeiten, um deine HRV zu verbessern.

1) Gute Ernährung

Das eine abwechslungsreiche Ernährung wichtig ist, ist dir wahrscheinlich nicht neu. Was du vielleicht nicht weißt ist, dass auch der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme die HRV beeinflussen kann.
Dein Körper funktioniert besser, wenn er weiß, was auf ihn zukommt, und regelmäßige Essensmuster helfen, deinem zirkadianen Rhythmus. Wenn du kurz vor dem Schlafengehen (innerhalb von 3-4 Stunden) nichts mehr isst, verbessert sich die Qualität deines Schlafes, da sich dein Körper auf andere erholsame Prozesse statt auf die Verdauung konzentrieren kann. Das hat positive Auswirkungen auf deine HRV. Falls du dich mal mit dem Thema Ernährung auseinandersetzten möchtest habe ich hier einen Beitrag für dich geschrieben.

2) Training

Übe und trainiere angemessen. Studien zeigen, dass regelmäßiges Training eine der besten Methoden zur Verbesserung deiner Herzfrequenzvariabilität ist.
Achte darauf Übertraining zu vermeiden. Anstrengende Aktivität reduziert die HRV kurzfristig, daher ist es wichtig, deinem Körper ausreichend Zeit zur Erholung zu geben. Den besten Blog, meiner Meinung nach, zum Thema Fitness findest du bei Marothonfitness.

3) Wasser

Der Grad deiner Hydrierung bestimmt das Volumen deines Blutes, und je mehr Flüssigkeit du in deinem System hast, desto leichter kann das Blut zirkulieren und deinen Körper mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Die guten alten 2 Liter pro Tag sind hier eine angemessene Orientierung, um deiner HRV etwas Gutes zu tun.

4) Alkohol

Wenn du Alkohol trinkst, sinkt deine HRV um durchschnittlich 22 Millisekunden am nächsten Tag. Darüber hinaus haben Forscher herausgefunden, dass die nachklingende Wirkung von Alkohol in deinem System weitergehen kann und deine Herzfrequenzvariabilität für 4-5 Tage weiterhin unterdrückt. Hier ein Artikel warum ich persönlich komplett aufgehört habe Alkohol zu trinken.

5) Schlafen

Schlafe gut und beständig. Den Schlaf zu bekommen, den dein Körper braucht, ist ein guter Anfang, aber genauso wichtig ist es, sich zu bemühen, jeden Tag zu regelmäßigen Zeiten schlafen zu gehen und aufzuwachen.
Beständiger Schlaf fördert deine HRV, indem es hilft, deinen zirkadianen Rhythmus aufrechtzuerhalten, und es ermöglicht dir auch, mehr Zeit mit REM und Tiefschlaf zu verbringen. Warum das wichtig ist kannst du hier nachlesen.

6) Natürliche Lichtexposition.

Der Gang nach draußen ins Sonnenlicht nach dem Aufwachen am Morgen und das Beobachten des Himmelswechsels von hell zu dunkel am Abend lösen biologische Prozesse aus, die mit der Regulierung von Schlaf-/Wachzeiten, Energielevel und Hormonproduktion zu tun haben. Dies verbessert auch die Wachsamkeit, die Stimmung und die Vitamin-D-Produktion. Lies hier den Artikel zum Thema.

7) Kälte Thermogenese.

Wenn du deinen Körper für kurze Zeit kalte Temperaturen aussetzt (kalte Duschen, Eisbäder usw.), wird der Vagusnerv stimuliert. Dieser parasympathische Zweig deines autonomen Nervensystems kontrolliert auch deine Herzfrequenzvariabilität. Hier ein Artikel wie auch du zum Kaltduscher wirst.

8) Atmen

Studien zeigen, dass langsame, kontrollierte Atemtechniken deine HRV positiv beeinflussen können. Sie helfen auch bei der Bekämpfung von Stress, welcher deine Herzfrequenzvariabilität ebenfalls hemmen kann. Hier gehts zum Blogartikel: Breathwork (Atemenarbeit), wo du auch gleich Atem-Techniken lernen kannst.

9) Achtsamkeit & Meditation.

Meditation hilft dir, Stress zu reduzieren. Wie du nun weißt: Wenig Stress bedeutet bessere HRV.
Mediation zu lernen war ein Gamechanger in meinem Leben und ich kann es nur jedem ans Herz 😉 legen. Hier gehts zum ausführlichen Artikel, wie du mit dem Meditieren anfangen kannst.

10) Dankbarkeit Journaling.

Das Aufschreiben von Dingen, für die du jeden Tag dankbar bist kann sich auch positiv auf deine Herzfrequenzvariabilität auswirken. Hier gehts zum Artikel über Journaling.

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10 Tipps damit deine Herzfrequenzvariabilität durch die Decke geht!
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