6 Gründe für Kältetraing

6 Gründe für Kältetraing

Das Becken vor mir. Ich nehme meine ganze Willenskraft und maschiere ins kalte Wasser. Eigentlich finde ich es gar nicht so schlimm. Ich merke, dass mein Geist es sich wieder viel schlimmer vorgestellt hat, als es in Wirklichkeit ist. Nach ca. 30 Sekunden wird mein Geist klar und fokussiert und ich werde innerlich ruhig. Mein Körper prickelt, es ist kalt aber ich friere nicht. Meditativ verbringe ich die nächsten 5 min im Becken. Meine Hände werden langsam kalt und ich steige aus dem Wasser. Ich wickle mich in eine warme Decke und bin stolz auf mich. Vielleicht fragst du dich jetzt…

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Was ist Kältetraining ?

Ich friere nicht, mir ist nur kalt

Dieser Leitsatz beschreibt die Essenz schon mal sehr treffend. Kältetraining beschreibt die Disziplin sich kontrolliert Kälte auszusetzen. Doch warum sollte man sich so etwas antun? Kältetraining hat zahlreiche physische und psychische Vorteile, auf die ich in den folgenden Beitrag eingehen werde.

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Kennst du Wim Hof?

Dieser Mann ist verantwortlich für den Boom des Kältetrainings. Wim hält aktuell 18 Weltrekorde in Sachen Kälte. Wie zum Beispiel: Ein Halbmarathon 160km nördlich des Polarkreises – barfuß und nur mit Laufshorts bekleidet. Ziemlich Taff! Hier ein Video, wo er sich in einem Krankenhaus Viren injizieren lässt, um unter klinischen Bedingungen zu zeigen, dass Kältetrainng das Immunsystem positiv beeinflussen kann. 

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Keine Sorge! Du musst nicht zum nächsten Wim Hof werden. Vielleicht motivieren  dich die kommenden Vorteile auch so mit dem Kältetraining zu beginnen.

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Die 6 Vorteile von Kältetraining?

  • Einfacher Gewichtsverlust

Durch das Zittern der Muskeln bei Kälte verbrennst du Fett. Auch nach einer kalten Dusche ist dein Körper noch lange in einem erhöten Energie Modus. In Zahlen kann ein Mensch, der gelegentlich kalt duscht und sich regelmäßig der Kälte aussetzt, 300-400 kcal mehr pro Tag verbrennen, ganz nebenbei. Das ist fast eine ganze Tafel Schokolade.

  • Ein verbessertes Immunsystem

Durch das regelmäßige Kältetraining arbeitet dein Immunsystem auch effizienter. Somit ist die Wahrscheinlichkeit, das du dir im Winter eine Erkältung einholst geringer.

  • Verbesserte Schilddrüsenfunktion

Bis zu 8 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Hashimoto Thyreoiditis, einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Diese Erkrankung geht mit einer Unterfunktion der Schilddrüse einher. Kälte ist ein äußerer Reiz, der die Schilddrüse wieder dazu befähigt, besser und reibungsloser zu arbeiten. Was bei einer Schilddrüsenunterfunktion hilfreich sein kann.

  • Du hast mehr Energie

Deine Mitochondrien produzieren Energie. Je mehr Mitochondrien, je mehr Energie. Bei dem Kältetraining wird so genantes braunes Fett aufgebaut. Dieses Fett hat eine hohe Mitochondrien dichte.  

  • Gewinn von Selbstvertrauen

Dein Geist profitiert von kalten Duschen: Du bist selbstbewusster und härtest dich ab. Du stehst jeden Morgen unter der Dusche und benötigst Überwindung, um den Hahn nach rechts zu drehen. Jeden Morgen schaffst du es wieder. Ein großer Unterschied für deine Denkweisen und dein Selbstbewusstsein!

  • Du fühlst dich wohler

Endorphinausschüttung und ein ausgeglichener Hormonhaushalt bei regelmäßigen Kältetraining sorgen für dein allgemeines Wohlbefinden.

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Wie starte ich am besten mit dem Kältetraining?

jetzt bist du wahrscheinlich motiviert mit deinem Kältetraining anzufangen! Doch wie starten? Klassisch wird das Kältetraing in 4 Schritten abgehalten. 

Schritt 1: Ab unter die Dusche! Nimm eine Dusche und drehe den Regler langsam auf kaltes Wasser. Fange an am Anfang nur Beine und Arme mit kalten Wasser abzuspülen. Beobachte wie es dir dabei geht. Versuche dies mindestens 1 bis 2 Wochen beizubehalten, bevor du zu Schritt 2 übergehst.

Schritt 2: Kälteschock – Unter die Dusche- Dann gleich das kalte Wasser aufdrehen. Versuche hier sehr tief zu atmen, das unterstützt dich bei der Kälte und bringt mehr Sauerstoff in deine Blutbahnen.

Schritt 3: Die kalte Badewanne! Fülle deine Badewanne mit kalten Wasser. Du hast noch Eiswürfel auf Lager? Hinein damit. Fange mit 5 Minuten an. Wenn dir das gut gelingt dehne die Zeitspanne auf 10 Minuten aus.

Schritt 4: Die Königsdisziplin. Freie Natur  und ein Loch im Eiswasser. Aus Sicherheitsgründen bitte immer eine Person die auf dich aufpasst mitnehmen.

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Ben, Wie sieht dein Kältetraining aus?

Meine tägliche kalte Dusche möchte ich nicht mehr missen. Im Sommer lasse ich mir regelmäßig ein Eisbad ein. Im Winter habe ich eine Halbjahreskarte für eine öffentliche Sauna. Dort haben sie ein Kältebecken. Die Menschen schauen zwar ein bisschen verwundert, da die meisten nur kurz nach der Sauna reinzischen und schnell wieder rausrennen. Ich bleibe genüßliche 10 Minuten drinnen 😉

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Für diese Personen ist ein Kältetraining nicht geeignet

Solltest du krank sein (viraler oder Bakterieller Infekt) gönne deinem Körper eine Auszeit, um sich zu regenerieren. Wenn eine generelle Immunschwäche besteht ist es sehr ratsam sich behutsam der kalten Dusche zu nähern. Wer ein hohes Stresslevel hat und dessen Nerven wahrscheinlich überreizt sind, sollte zuerst sein Leben wieder ins Gleichgewicht bringen und es dann erst mit Kälte probieren. Menschen mit Morbus Basedow (Schildrüßenüberfunktion) können von den Vorteilen wahrscheinlich auch nicht profitieren, da die Schilddrüse noch mehr angeregt wird und das könnte zu Problemen führen.

Wie ist es dir bei deiner ersten kalten Dusche gegangen? Schreib es in die Kommentare!

2018-08-11T21:18:39+00:00August 11th, 2018|Allgemein, BODY, MIND|

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Schön, dass Du hier bist! Ich bin Ben und meine Vision ist es Menschen zu unterstützen energiegeladen in den Tag zu starten, um ein ganzheitliches gesundes Leben zu führen. Auf diesem Blog teile ich Tools und Inputs, die zwischen Achtsamkeit und Biohacking angesiedelt sind. Erfahre hier mehr über mich.
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