Mein Großvater ist dieses Jahr verstorben und es wird das erste Jahr ohne ihn sein. Es wird für mich auch das erste Jahr als frische Familie sein, da meiner Tochter dieses Jahr auf die Welt kam. Das stellt mich zwangsläufig vor offenen Fragen.

Wie möchte ich Weihnachten feiern. Will ich etwas schenken? Was ist mir wichtig? Will ich ein Fest feiern, obwohl ich keinen religiösen Bezug dazu habe? Was will ich meiner Tochter damit vermitteln?

Dieser Beitrag gibt dir Impulse, über „dein Weihnachtsfest“ im Kreise deiner Familie, alleine oder mit Freunden, zu reflektieren. Egal, ob dieses wichtige Familienfest Weihnachten, Hanuka, Ramadan, Opferfest, Diwali, Channuka, Visakha Puja.

Wie fühlst du dich, wenn du an Weihnachten denkst?

Stresst dich der Gedanke daran? Ist dir Weihnachten wichtig? Was bedeutet Weihnachten für dich?

Wenn du im europäischen Raum aufgewachsen bist, kommst du um dieses Event nicht herum. Familiendynamiken werden sichtbar, viele freuen sich auf dieses Event, für viele ist es aber auch sehr stressig… und für die meisten ist es eine Mischung aus beiden.

Als Anhaltspunkt, wie ich dieses Jahr Weihnachten feiern möchte dient mir…

Ein Erlebnis vor 5 Jahren:

Vor ein paar Jahren kam mir ein tolles Buch unter die Hände:

Fragen können wie Küsse schmecken

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Der Titel hörte sich spannend an und ich bestellte es mir!

Auch die Autorin erkannte, dass das Thema Weihachten viel Potenzial hat, um sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.

Sie gibt hilfreiche Impulse mit spannenden Fragen… Unter anderen auch zu Weihnachten.

Nach dem Lesen dieses Buches wollte ich unser eher klassisches Familienritual (Essen, Singen, Bescherung) unterbrechen und mit einem Spiel bereichern. Als Inspiration dienten mir die Fragen aus dem oben genannten Buch.

Gesagt getan.

Ich nahm eine Schuhschachtel und gestaltete sie mit Emina zu einer netten Weihnachtsbox. In diese Schuhschachtel steckten wir die Fragen, die ich mir aus dem Buch notiert hatte, hinein!

Jeder hatte nun die Möglichkeit eine dieser Fragen zu ziehen und sie zu beantworten.

Beispiele für Fragen zu Weihnachten:

  • Was glaubst du, was uns als Gemeinschaft und auch den einzelnen Familien fehlen würde, wenn Weihnachten abgeschafft werden würde?
  • Welche festen Weihnachtsrituale hast du?
  • Wo stammen diese Rituale her?
  • Ist Weihnachten mal ausgefallen? Was war der Grund dafür?
  • Von welcher Familie wurden mehr Traditionen übernommen?
  • Wer ist am meisten an der Organisation beteiligt?
  • Wie macht man in deiner Familie Geschenke?
  • Wie hat sich Weihnachten verändert, wenn jemand zur Familie dazugekommen ist?
  • Was hat sich im Laufe der Weihnachtszeit verändert?
  • Wer liebt Weihnachten am meisten? Und wieso?
  • Was wünscht du dir, dass deine Kinder fortsetzten und was nicht?

Hier noch ein Tipp: Wenn du beim Lesen dieser Fragen schon spürst, dass du die Büchse der Pandora aufmachst, dann verzichte auf die heiklen Fragen und widme dich den Fragen, die Freude bereiten.

Wie war diese Fragerunde?

Die Fragen brachten uns als Familie näher und viele Traditionen wurden zum ersten Mal überhaupt ins Bewusstsein gebracht.

Was ich mir aus den Antworten aller mitnehmen konnte: Obwohl Geschenke, Baum und Festessen auch bei uns eine wichtige Rolle spielen, ist das Zusammenkommen der Familie wichtig.

Dieses Zusammenkommen war besonders meinem Großvater wichtig und diesen Wert werde ich mit meiner Familie weiterführen.

Und wie feiere ich nun Weihnachten?

Also erstmal: Entspannt! Es wird einen Weihnachtsbaum geben, es wird Geschenke geben, es wird gesungen und es wird gegessen. Die Fragen von damals dienten mir als guter Leitfaden für mein/ unser eigenes Fest. Dann beschäftigten Emina und ich uns gemeinsam mit unseren eigenen Werten und konnten uns auf einen Ablauf einigen, der sich für uns alle stimmig anfühlt!
Es hat sich auf den ersten Blick nicht viel geändert am Ablauf. Doch der Bezug und die innere Haltung ist anders und klarer geworden.
Das meine ich mit klarer:

ESSEN:
Früher: Fondue oder Bratwürstel
Jetzt: Ein vegetarisches Essen
Wert: (Gewaltlosigkeit, Achtsamkeit)

WEIHNACHTSBAUM
Früher: Ein Weihnachtsbaum vom Bauern
Jetzt: Ein Weihnachtsbaum, den wir uns im Topf liefern lassen, dieser wird dann wieder eingesetzt
Wert: Nachhaltigkeit

SINGEN
Früher: Christliche Lieder singen
Jetzt: Lieder aus verschiedener Kulturen singen Wert: Diversität, Aufgeschlossenheit

BESCHERUNG
Früher: Geschenke, Hauptsache Geschenke.
Jetzt: Geschenke, die mit viel Liebe ausgesucht werden und überlegt sind
Wert: Wertschätzung

Vielleicht ist das Weihnachten, das du feierst, nicht mit deinen Werten im Einklang und dieser Artikel hat dir einen Impuls gegeben dich damit zu beschäftigen. Vielleicht magst du auch dein Weihnachten mit einer Frage Runde bereichern, denn sei dir bewusst, dass nicht immer alle Menschen da sein werden, die vielleicht jetzt mit dir um den Weihnachtsbaum sitzen.

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So gewinnt dein Weihnachten an Tiefe
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