Schlafprobleme sind sehr weit verbreitet und die Anzahl der Menschen die es betrifft scheint stetig zu wachsen. Bist auch Du ab und zu oder vielleicht sogar dauerhaft von Schlafproblemen betroffen? 

Die meisten Menschen haben Einschlafstörungen und Durchschlafprobleme. Es entsteht ein Teufelskreis, man ist unausgeschlafen, gereizt, todmüde und trotzdem bleiben die Schlafstörungen oder steigern sich sogar. Die meisten Menschen greifen dann schnell zu Schlafmitteln, leider werden damit nicht die Ursachen der Schlafstörungen behoben. 

Ich möchte Dir die 5 schlimmsten Fehler vor dem Schlafen gehen aufzeigen, damit Du bald wieder einen erholsamen Schlaf genießen kannst. Du wirst wieder mehr Energie im Alltag haben und Dein Wohlbefinden wird sich deutlich steigern.

Unser Alltag gegen die innere Uhr.

In unserer schnelllebigen Zeit bekommen wir alle des öfteren zu wenig Schlaf auch ohne Schlafstörungen. 

Der Unterricht an deutschen Schulen beginnt so zeitig wie fast nirgendwo, nur Polen und die Schweiz haben ähnliche Startzeiten. Bei den meisten europäischen Ländern beginnt der Unterricht frühestens 8:30 Uhr, was auch eher unserem Biorhythmus entsprechen würde. 

Vor allem ist es für die Jugendlichen in der Entwicklungsphase sehr schwierig, da hier der Schlafbedarf zwischen 8  und 10 Stunden liegt. Allerdings wollen gerade Jugendliche meist nicht zeitig ins Bett gehen.

Am härtesten trifft es uns in der dunklen Jahreszeit, hier haben viele Menschen morgens den Gang zur Arbeit im Dunkeln und auch der Heimweg ist nur noch von den Straßenlaternen beleuchtet. 

All dies sind Faktoren die gegen einen erholsamen Schlaf wirken können. Deshalb ist es äußerst wichtig weitere Einflüsse, welche Kontraproduktiv für einen guten Schlaf sind, zu vermeiden

Warum wir einen erholsamen Schlaf brauchen

Hast Du schon einmal versucht ein oder mehrere Tage wach zu bleiben? Die meisten scheitern nach einem Tag oder wenige Stunden später, sie schlafen einfach ein. 

Warum wohl war Schlafentzug eine Foltermethode? Nach spätestens 24 Stunden benötigt der Organismus eine Regenerationszeit, doch dies ist während der aktiven Wachphase nicht möglich. So kommt es, das man beginnt zu halluzinieren, Wahnvorstellungen zu entwickeln oder es stellen sich körperliche Beschwerden ein.

Dauerhafter Schlafmangel macht sogar körperlich und seelisch krank. Während des Schlafes laufen viele Regenerationsprozesse im Körper ab, die während der Wachzeit gar nicht möglich sind. 

Eigentlich schläft Dein Körper während des Schlafes gar nicht, er läuft auf Hochtouren. Unter anderem dafür:

    • Herz und Kreislaufsystem erholen sich, der Puls verlangsamt sich sogar bis auf 50 Schläge pro Minute
    • das Immunsystem wird geschützt, da ein Schlafmangel es schwächen würde
    • Das Gehirn verarbeitet in der Nacht das Erlebte, es ist sogar teilweise aktiver als am Tag! Oft haben wir morgens beim Aufstehen eine sogenannte Eingebung, die Lösung für Probleme parat.
    • mehr Lernerfolge durch ausreichend Schlaf, da auch das Gelernte während des Schlafes verarbeitet wird
    • Gelerntes wird in der Nacht sogar verknüpft und verfestigt
    • Wachstumshormone werden ausgeschüttet, dadurch heilen z.B. Wunden schneller
    • guter Schlaf beugt Bluthochdruck, Übergewicht und sogar Krebs vor

Wie Du einen erholsamen Schlaf findest indem Du 5 Regeln einhältst

Wie bereits versprochen zeige ich Dir die 5 schlimmsten Fehler auf, welche Du unbedingt vermeiden solltest um in einen erholsamen, durchgehenden Schlaf zu finden. 

Auch wenn Du bereits schon Schlafstörungen hast, versuche diese Regeln zu beachten. Eventuell braucht es eine kurze Zeit bis Dein Organismus sich beruhigt hat.

1. Du trinkst vor dem Schlafengehen Alkohol

Alkohol oder insbesondere ein Glas Rotwein, gilt als beruhigend. Auch ein Glas Bier macht ja wirklich müde. Jedoch bewirkt der Alkohol nur das wir schneller einschlafen. 

Trinkst Du am Abend Alkohol, so wirst Du in der Regel kaum durchschlafen, denn Dein Körper, allen voran die Leber, ist intensiv damit beschäftigt Deinen Körper zu entgiften. Nach solch einer Nacht hast Du nicht wirklich tief geschlafen (Alkohol stört den Tiefschlaf) oder Dich erholt, du fühlst dich nicht ausgeruht.

Möchtest Du nicht ganz auf ein Gläschen verzichten, so trinke es 2-3 Stunden vor dem Schlafengehen und versuche viel Wasser zu trinken.

2. Du isst am Abend zu viel und zu spät

Ähnlich wie mit dem Alkohol verhält es sich auch mit dem späten und reichlichen Essen.

Dein Verdauungssystem ist nach dem Essen damit beschäftigt es so gut und so schnell wie möglich zu verarbeiten. Erst einmal macht Dich das ganze träge und müde. Bist Du aber erst einmal eingeschlafen, wirst Du sehr wahrscheinlich bald aufwachen. Denn der Körper arbeitet auf Hochtouren, noch dazu fehlt die unterstützende Bewegung für den Verdauungsvorgang. 

Hast Du sehr fettreich oder stark gewürzte Speisen gegessen, so ist es für deinen Körper noch schwieriger das Ganze zu verdauen.

3. Du schaust im Bett fern, benutzt den Laptop oder Handy

Ein Film kann Dich innerlich aufrütteln oder emotional so sehr fordern, dass Du im Nachhinein keine Ruhe findest. 

Zudem hat das Licht der Monitore einen sehr hohen Blauanteil, welcher uns nicht müde werden lässt. Die meisten Handys und Laptops ebenfalls, nur wenige haben einen Nachtmodus. 

Mit dem ständigen aufs Handy schauen oder am Laptop arbeiten wird dem Gehirn signalisiert, dass es noch aktiv sein muss. Auf eine ruhige Nacht ist dabei leider nicht zu hoffen.

Dieses Blaue Licht signalisiert dem Körper, das es noch Tag ist und verhindert die Produktion des körpereigenen Schlafhormons Melatonin. Durch Vermeidung von blauen, künstlichem Licht schüttet dein Körper gegen Abends vermehrt Melatonin aus, was dich müde werden lässt.

Bedenke außerdem, dass ein Handy oder andere technische Geräte im Schlafzimmer nichts zu suchen haben. Der negative Einfluss auf die Gesundheit ist mehrfach dokumentiert worden.

4. Du versuchst in angeregten Gesprächen Probleme zu lösen

Ein bis zwei Stunden vor dem Schlafengehen solltest Du das Handy zur Seite legen, nicht nur wegen dem blauen Lichteinfluss. Whatsapp oder intensive Telefonate werden Dich auch nach dem Schreiben oder Telefonieren nicht zur Ruhe kommen lassen.

Aber auch persönliche Gespräche sollten am Abend eher ruhiger Natur sein. Aufgestaute Probleme werden Dich nur aufwühlen oder gar zornig machen. So ist anschließend wohl kaum an eine ruhige Nacht zu denken.

5. Du hast keine regelmäßige Schlafenszeiten

Versuche möglichst einen gleichmäßigen Rhythmus zu finden an dem Du zu Bett gehst und wann Du aufstehst. 

Gehst Du normalerweise gegen 22:00 Uhr zu Bett und bleibst mal bis 2.00 Uhr morgens auf, um einen Film zu schauen, so wirst Du sicherlich am nächsten Tag sehr müde sein. 

Durch einen kontinuierlichen Ruhe-Wach-Rhythmus wirst du auf Dauer besser schlafen können und sogar Deine Schlafstörungen in den Griff bekommen. 

Das Fazit:

Beachtest Du eine gewisse Schlafhygiene mit einem klaren Rhythmus bei und vermeidest die schlimmsten 5 Fehler, wirst Du mit großer Sicherheit Nachts besser schlafen können. 

Aber es gibt auch noch einige Hausmittel die Dich dabei unterstützen können. Wichtig ist hierbei, vermeide als erstes diese Fehler und teste danach ob Du besser schläfst. 

Sollte Deine Nachtruhe noch immer gestört sein, so greife bitte nicht gleich zu einem Schlafmittel. Hierfür gibt es andere Mittel und natürliche Schlafmittel, vor allem ohne Nebenwirkungen wie z.B. beruhigende Schlaftees, Baldrian, ein warmes Bad oder ätherische Öle, sowie Entspannungstechniken wie Meditation oder Yoga!

In diesem Sinne: Schlaf gut!

Über den Autor:

Dies ist ein Gastbeitrag von Tobias, Biohacker und Selbstoptimierer. Er ist Autor und Blogger auf www.brainperform.de. In seinen Artikeln gibt er seinen Erfahrungsschatz aus jahrelangem Biohacking weiter, welcher sich auf eine gesunde Ernährung, mehr mentalen Fokus und einem besseren Schlaf bezieht. Mehr über Tobias findest du auf seiner Website www.brainperform.de.