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Was ist „Ikigai“

Der japanische Begriff Ikigai lässt sich als “das, wofür es sich zu leben lohnt” übersetzen und beschreibt eine Lebensphilosophie, die so wie das Konzept „Hygge“ aus Norwegen gerade den Einzug in die westlichen Länder schafft und Aufmerksamkeit auf sich zieht. Vielleicht besitzt dieses Wort sogar die Fähigkeit dich tänzelnd an jeden Morgen aufstehen zu lassen und es dann gar nicht erwarten kannst in den Tag zu starten. Ikaigai beschreibt genau das, den Weg wie du zu deinem Lebenssinn findest.

Japan hat eine spezielle Anziehung. Seien es die berühmten Mangas, die aufwändigen Teezeremonien oder die hohe Kunst des Sushi machen. Hinter jeder dieser Tätigkeiten schimmert die tief verwurzelte Lebenshaltung des Ikigai durch. Doch woraus besteht dieses Ikigai nun?

Die 5 Säulen des „Ikigai“ ?

Ich beziehe mich hier auf das Konzept von Ken Mogi, da er meineserachtens ein tiefer Verständnis der japanischen Kultur hat. Es gibt ein weiteres Konzert das auf einer Schnittmenge von 4 verschieden Bereichen beruht. Mich hat dies nicht so überzeugt. Man kann zu diesem einen Test im Internet machen, um zu seinen persönlichen Ikigai zu finden. So, nun zu den 5 Säulen:

  1. Klein anfangen
  2. Loslassen lernen
  3. Harmonie und Nachhaltigkeit
  4. Das Glück der kleinen Sachen
  5. Im hier und jetzt sein

In dem Buch „Ikigai“ werden diese 5 Säulen mit mehreren Geschichte beschrieben. Wie zum Beispiel: Ein noch junger Bursche eröffnet einen winzigen Sushi laden (klein anfangen) kontinuierlich macht er kleine Verbesserungen und übt sich in der Kunst des Sushi herstellens. Mehrere Jahre arbeitet er hart ohne dafür soziale Anerkennung zu bekommen (loslassen lernen). Er konzentriert sich bei jedem Sushi auf die perfekte Qualität und ist mit voller Aufmerksamkeit dabei (im hier und Jetzt). Er erfreut sich daran, wenn er das Glück auf den Gesichtern seiner Kunden sieht (Das Glück der kleinen Sachen). Nach Jahrzehnte ist der Sushiladen der bekanntest in Japan und sogar Ex-Präsident Obama wird hier auf Staatsempfang eingeladen.

Wo kann ich mehr darüber erfahren?

Du kannst die hier das schöne Buch von dem Neurologen Ken Mogi kaufen. Oder dir hier einen TED Talk auf Youtube ansehen.

Wie finde ich mein „Ikigai“?

Ein 102-jähriger Karatemeister sagt, sein ikigai bestehe aus der Beschäftigung mit der Kampfkunst; ein 100-jähriger Fischer findet seines darin, weiterhin drei Mal pro Woche Fisch für seine Familie zu fangen; eine 102-jährige Frau berichtet, ihres bestehe darin, ihre winzige Urenkelin im Arm zu halten. Die kommenden Fragen können dir helfen dein Ikigai zu finden. Nimm dir einen Zettel und beantworte sie so intuitiv wie möglich.

  • Gibt es eine Tätigkeit die dir soviel Freude bereitet, dass du die Zeit vergisst?
  • Was kannst du stundenlang machen?
  • Was hat du als Kind gerne gemacht?
  • Was sagen andere Menschen über deine Begabung?
  • Was würdest du gerne mit der Welt teilen?

Mit diesen Fragen kannst du dich deinen Ikaigai langsam annähern. Vielleicht wirst ja auch du mit 100 deiner Lieblingstätigkeit mit Leidenschaft nachkommen 😉
Wenn du Lust hast tiefer in die Selbstreflexion einzutauchen empfehle ich dir diesen Artikel zu lesen.

In welcher Tätigkeit gehst du du au?  Schreibe es in die Kommentare!